Botschaft von Island - Wien, Österreich

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Wirtschaft

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Island ist die kleinste Volkswirtschaft in Rahmen der OECD, mit einem Bruttosozialprodukt (BSP) von 7,5 Mia USD im Jahr 2002 (PPP), 1/200 der USA; ein Drittel der Wirtschaft Luxemburgs. Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen gehört Island mit 26.386 USD (2002, PPP) zu den wohlhabenden Nationen (Rank 6 weltweit).

Island hat in den vergangenen Jahren ein stetiges Wirtschaftswachstum erlebt. Liberalisierung, Wettbewerb, Steuersenkungen und Privatisierung werden weiter vorangetrieben. Die Rentensysteme stehen auf sicherem Fundment. Die Arbeitslosenrate liegt zwischen 2.5 - 3,4%. Für die kommenden drei Jahre wird ein Wirtschaftswachstum von 3- 5% prognostiziert. Die weitere Diversifizierung der Wirtschaft und ein moderates stabiles Wirtschaftswachstum werden angestrebt.

Island ist reich an Meeres- und Energieressourcen. Fischfang und Fischverarbeitung sind noch immer das Rückgrat der isländischen Wirtschaft, obwohl die Bedeutung des Fischereisektors in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen hat. Fisch und Fischverarbeitung erwirtschaften ca. 40% der Einnahmen aus ausländischer Währung und tragen gut 9% zum BSP bei. Jährlich werden ca.1,9 Mio t Fisch angelandet. Damit ist Island die zwölftgrösste Fischereination weltweit.  Wichtige Spezies sind Kabeljau, Lodde, Hering, Rotbarsch, Schellfisch und Seelachs. Das Know-How aus der Fischwirtschaft wurde zum tragenden Element für die Entwicklung neuer Branchen, Produkte und Dienstleistungen, wie Maschinen- und Ausrüstungen für die Lebensmittelindustrie, IT / Software, Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung, Biotechnologie usw. Für die Regionalentwickung und den Arbeitsmarkt ist die Fischwirtschaft, neben dem Tourismus, immanent wichtig. Ein Arbeitsplatz auf See schafft 4 Arbeitplätze an Land, nicht zuletzt entlang der Küste.

Die Energiewirtschaft und energieintensive Industrien wurden im vergangenen Jahrzehnt verstärkt ausgebaut. Nur 20% der ökonomisch nutzbaren Wasserkraft- und Erdwärmevorkommen des Landes werden gegenwärtig genutzt und der weitere Ausbau der Energieressourcen wird weiter vorangetrieben. Aluminium und Ferrosilikon-Exporte erwirtschaften ca. 14% der Einnahmen aus ausländischer Währung.  

Der Tourismus hat sich mittlerweile zum drittwichtigsten und am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweig Islands entwickelt. Im Jahr 2004 kamen ca. 362.000 Besucher nach Island. Der Tourismus erwirtschaftet ca. 13 % der Einnahmen aus ausländischer Währung. Aus Deutschland kommen jährlich ca. 40.000 Touristen nach Island.  Anliegen der Tourismuswirtschaft ist es, Island als ganzjährige attraktive Destination darzustellen, die Saison zu verlängern und neue Zielgruppen anzusprechen.

 

WTO - Trade policy review, june 2006

Organisation for Economic Co-operation and Development-Iceland-August 2006  

 

 

 

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